Bis einer heult! • Strohwitwen-Alltagsdingsi
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10. September 2010 | Pia Drießen

Strohwitwen-Alltagsdingsi

Ich bin ja derzeit Strohwitwe. Und so hart es auch klingen mag, einen gewissen Vorteil hat das alleinerziehend sein tatsächlich. Ich kann den Tag ganz allein um die Kinder herum planen. Wir haben somit aktuell einen sehr geregelten, extrem Kind gerechten Tagesablauf, was sowohl den Jungs wie auch mir wirklich gut tut. Ich schaffe eine Menge. Auch schon Dinge, die auf meiner To-Do-Liste stehen. Es ist für alles Zeit. Zum Spielen, Toben, Einkaufen, Waschen, Kochen … und auch für mich ganz alleine.

Gegen 20:30 Uhr mache ich Feierabend, setze mich alleine oder mit dem Löwenmäulchen aufs Sofa und gucke zwei Folgen Grey’s Anatomy. Danach gehe ich ins Bett.

Der Quietschbeu schläft aktuell so bis 8 Uhr. Das ist wahnsinnig fair. Sein Mittagsschlaf geht von 13 bis 15 Uhr. Auch super fair.

Durch diese abartige Regelmäßigkeit esse ich auch deutlich bewusster. Ich bin nämlich ein Gesellschaftsfresser und da mir die permanente Gesellschaft des Mannes derzeit fehlt, esse ich also in Gesellschaft des Quietschbeus gerade so viel, bis ich satt bin (also keine Sorge, ich würde mich ungesund ernähren oder gar eine Diät machen!). Immerhin hat das zur Folge, dass ich nach nur 3 Tagen des Strohwitwe seins schon 2,5 Kilo runter habe.

Der Haushalt lässt sich im Übrigen auch sehr viel bequemer erledigen. Eine erwachsene Person weniger im Haus hat unter anderem auch zur Folge, dass es weniger unordentlich oder dreckig ist. Das Quietschbeu-Chaos habe ich routiniert in 5 Minuten beseitigt. Die Verlockung irgendetwas fallen oder liegen zu lassen, weil da ja schon etwas liegt, ist gleich null. Weil … da liegt ja eben noch nix ;)

Gut, natürlich ist das ein krampfhafter Versuch mir die Situation schön zu reden. Aber ehrlicherweise muss ich gestehen, dass das sogar klappt. In Ansätzen.Flattr this

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Über den Autor:
Pia Drießen, 1980 in Köln geboren, verheiratet und Mutter von 3 Kindern (*2009, *2010, *2012). Von Beruf freiberufliche Autorin und Bloggerin. Bloggt seit 2002 mal lauter und mal leiser. Virtuell unterwegs auf Facebook, bei Twitter, Pinterest und auf Google+
    
  1. Barbara / Sep 10 2010

    Ich kenne das Phänomen auch – hat mein Mann Ferien komme ich zu nichts und es liegt eine Menge Kruscht in der Wohnung rum – ist er nur abends ein oder zwei Stunden da, hat er nicht so viel Zeit, Chaos anzurichten. Auch der Tagesablauf ist so besser geregelt – es geht einfach stur nach Plan- ich weiß was ich zu tun habe und arbeite es einfach ab. Da bleibt im Endeffekt mehr Zeit für die Kinder und für mich. Ein weiteres Indiz für die Tatsache, dass der werte Gatte eine Menge Arbeit macht, ist, dass ich montags doppelt so lange für die gleiche Arbeit brauche wie am Freitag – nämlich aufräumen, saugen und wischen…
    Liebe Grüße
    Barbara

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