Unschöne Begegnung und Nachrichten.

Eigentlich wollte ich heute von meinen super Tag berichten. Angefangen mit einem schönen Spaziergang in den Kindergarten, gut gelaunten Kindern, entspanntem Arbeiten zu Hause, einem angenehmen Lauf, währen die Kinder beim Handballtraining waren … eigentlich war der Tag wirklich super.

Nicht so schön war die Begegnung mit dem ziemlich großen Hund auf dem Feld, den sein Herrchen leider nicht im Blick hatte und der dachte, ich würde gerne mit ihm Fangen spielen. Zum Glück bin ich mit Hunden aufgewachsen und weiß ein wenig um ihr Verhalten. Trotzdem ging mir ziemlich die Pumpe, als der Hund mich zuerst ansprang und mir dann in den Arm biss. Also im Spiel. Wer einen Hund hat, weiß was ich meine. Ich hatte das schon kommen sehen, als ich den Hund erblickte. Sein Herrchen lief 20 Meter vor ihm den Feldweg entlang, als der Hund mich entdeckte und stehen blieb. Ich verlangsamte meinen Lauf und ging nur noch, als ich ihn erreichte. Vorsichtig hielt ich ihm meinen Handrücken zum Schnuppern hin, aber meine Herzfrequenz und mein Schweißgeruch waren für den Guten vermutlich dennoch genug Anreiz, mich als lohnendes Spielobjekt zu betrachten.

Ein beherzter Ruf nach seinem Herrchen interessierte den Hund zunächst auch nicht. Es dauerte eine Weile, bis der Mann sein Tier eingefangen und angeleint hatte. Da ich unter Zeitdruck stand – ich musste ja die Kinder pünktlich wieder einsammeln – fing ich eine Diskussion gar nicht erst an und winkte nur ab, als er sich entschuldigen wollte. Trotzdem hat mich diese Begegnung natürlich verunsichert.

Die Kinder entdeckten die Pfotenabdrücke auf meiner Hose und meiner Jacke natürlich sofort und ich erinnerte sie erneut an unser Mantra: Renne nie an einem fremden Hund vorbei. Besorgt waren sie natürlich trotzdem.

Nachdem Training fuhr ich mit Alex und Mimi noch schnell einkaufen. Ich hatte einen Bärenhunger und freute mich auf mein Abendessen. Doch dann öffnete ich die Tagespost und meine gute Laune verflog ebenso schnell, wie mein Hunger.

Die Sorgen, die sich im Januar hier breit gemacht  hatten, hatten wir so gut es ging abgewendet. Alles im Griff und so. Und dann kommt noch so eine Bombe hinterher und man steht wieder ganz am Anfang. Ja, sorry, weniger kryptisch wird es nicht. Aber auch das ist ein Bestandteil vom Alltag. Ein Doofer halt.

Gegessen habe ich dann eine Kleinigkeit. Ganz ohne Appetit, dafür aber aus Vernunft. Ist ja auch was.

Ich hoffe sehr, dass meine Laune morgen wieder etwas besser ist und wir schnell eine Lösung finden. Bis dahin freue ich mich über jeden guten Gedanken und jeden gedrückten Daumen, den man für uns übrig hat.

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Pia Drießen, 1980 in Köln geboren, verheiratet und Mutter von 3 Kindern (*2009, *2010, *2012). Von Beruf freiberufliche Autorin und Bloggerin. Bloggt seit 2002 mal lauter und mal leiser. Virtuell unterwegs auf Facebook, bei Twitter, Pinterest und auf Google+
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48 Gedanken zu „Unschöne Begegnung und Nachrichten.

  1. Liebe Pia
    diese Bomben-Nachrichten, die einen nachhaltig und langfristig runterziehen, weil sie sich eben nicht einfach lösen lassen und einen als Schatten begleiten, kenne ich. Ich fühle mit dir! Ganz fest gedrückte Daumen und gute Gedanken für euch.

  2. Oh Mann, mir war beim Lesen schon schlecht – ich habe tierische Angst vor Hunden (und seit Neuesten auch vor Wildschweinen, aber das ist eine andere Geschichte) und könnte nienienie weiterlaufen, solange er nicht an der Leine ist …

    Für das kryptische schicke ich positive Gedanken …

  3. Däumchen auf jeden Fall! Und Chapeau für die Begegnung mit dem Hund. Ich mag Hunde auch wirklich gerne, aber wenn einer schnappt, würde ich vermutlich gepflegt ausflippen (dem Herrchen gegenüber)

  4. Liebe Pia,

    ich bin schon seit einiger Zeit stiller Leser.
    Es könnten auch schon Jahre sein😉
    Ich drücke Ihnen alle Daumen und wünsche Ihnen und Ihrer Familie von ganzem Herzen das allerbeste, mögen Ihre Sorgen wie Nebel verschwinden und dem schönsten Sonnenstrahlen wieder Platz machen.

  5. Liebe Pia,
    ich drücke und drücke und drücke. Puh, was für ein Tag. :( Ich hoffe, dass sich alles so wendet, wie Ihr es Euch wünscht. ♡ Mit lieben Grüßen aus Berlin

  6. Wirklich eine unschöne Begegnung. Mensch, Hunde können einem das Joggen schon wirklich verleiden bzw. eben ihre Herrchen und Frauchen. Schön zu lesen, dass es immerhin noch so glimpflich ausgegangen ist. Ich selbst wurde beim Joggen auch schon zweimal von einem Hund gebissen. Jedes Mal sehr unschöne Erlebnisse und die Halter leider immer nach dem Motto „Das hat er ja noch nie gemacht! Der tut doch nichts…“ Ja. Hmpf. Seitdem schreie ich schon aus der Weite, dass die Hunde gefälligst an die Leine gehören. Ist ja nicht nur so, wenn ich alleine unterwegs bin, sondern auch wenn ich mit den Kindern radeln oder spazieren gehe. Hoffe es bleibt deine letzte Begegnung dieser Art…

  7. ✊🏻✊🏻✊🏻von einer bisher stillen Leserin! Danke für Deine immer so persönlichen, motivierenden und meist gut gelaunten Berichte aus Eurem Familienalltag!

  8. Meine Daumen habt Ihr. Auch wenn ich keinen blassen Schimmer habe, um was es geht. ;) Ich wünsche Euch, dass Ihr schnell eine Lösung findet.

  9. Man merkt ich komm endlich mal zum kommentieren ;)
    Toll wie du reagiert hast gegenüber dem Hund! 👍

    Solche unschönen Begegnungen habe ich öfter. Vor allem als selber Hundebesitzer ist das total nervig. Ich verstehe nicht wieso man einen Hund von der Leine lässt, wenn er sich nicht zu 100% abrufen lässt. Würde ich nie tun. Für mehr Auslauf und Training gibts Feldleinen.

    Schön sind auch immer Belehrungen anderer Hundebesitzer, was ich angeblich mit meinem Hund machen muss oder was ich angeblich falsch mache.
    Unser Hund ist eben unser Hund, ich kenne ihn, ich weiß wie er sich verhält, ich kann ihn einschätzen und kann entsprechend entscheiden was geht und was nicht. Und das hat kein fremder Hundebesitzer zu entscheiden der mir ab und zu über den Weg läuft.

    Für das kryptische hast du auch meine Daumen das alles gut ausgeht.
    Wirst du das irgendwann berichten oder bleibt das kryptisch?

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