Achtung, kann Jammer enthalten

Und da ist er auch schon wieder zu Ende, der November. Kleiner Spoiler vorweg: nein, der November hat mich gar nicht so abgeholt, wie ich es mir vorgestellt hatte. Ganz im Gegenteil hat er sich eher als mistig und belastend herausgestellt. Inklusive einer Beerdigung und diversen Erkrankungen aller Familienmitglieder. Also wirklich, auch mit viel Optimismus, nur ne 2 von 10. Kann also weg.

Energiekosten – Wie viel bekomme ich für eine Niere?

Darf man angesichts der komsumstärksten Jahreszeit eigentlich noch erwähnen, dass einem die krassen Energiekosten echt nachhaltig Bauschmerzen machen? Während sich unser Gasabschlag verdreifacht hat, hat sich der Stromabschlag „nur“ verdoppelt. Insgesamt haben wir also ziemlich genau 800 Euro an Energie-Nebenkosten pro Monat, wo es Anfang des Jahres 2022 um die 300 Euro waren. Ich scherzte die Tage noch, dass ich nach der Elternzeit im Grunde erstmal für die Kinderbetreuung arbeiten gegangen bin und jetzt für die Nebenkosten. Na gut, ein bisschen besser verdiene ich dann doch, aber – you get it – 800 Euro reine Energieversorgung für unser Haus ist einfach so heftig, dass ich mir im Grunde jetzt wieder ununterbrochen Sorgen darum machen darf, meine Anstellung zu verlieren. Von „ich möchte gerne wieder für mich arbeiten gehen“ zu „ich muss für unsere wirtschaftliche Sicherheit arbeiten“ in unter 4 Monaten. Wow!

Sorgen mache ich mir aber vor allem auch um die jungen Leute in Mietverhältnissen, die mich bei der obigen Rechnung völlig entgeistert angucken und sowas wie „Krass! Also bei uns hat sich nichts erhöht!“ entgegnen. Die nächste Abrechnung kommt bestimmt und die wird sehr wahrscheinlich höllisch wehtun. Obacht, Freunde!

Weihnachtswünsche – braucht man Nieren zum überleben?

Und während einen die eine Sorge plagt, muss/will man auf der anderen Seite Weihnachtsgeschenke für die Kinder planen und besorgen. Wie immer hat der große Sohn konkrete Wünsche und davon so viele, dass wir echt die Qual der Wahl haben. Das Görl wiederum hat so minimalistische Wünsche, dass es einem schon albern vorkommt sowas überhaupt zu schenken. Der Mittlere wünscht sich ganz bestimmte Schuhe, die so viel kosten, dass sie mir nur als Weihnachtsgeschenk ins Haus kommen.

Sie haben halt jetzt alle drei das Alter, in dem man nicht mehr nach links und rechts gucken kann: Was schenken denn andere Leute Kindern in dem Alter? Sie sind alle drei Persönlichkeiten mit eigenen Interessen und sehr individuellen Wünschen.

Was mich wiederum zum Thema Adventskalender bringt. Fürs Görl war das super einfach. Für den Großen noch okay. Aber für den Mittleren eine totale Katastrophe. Der ist inzwischen selbst bei Süßigkeiten derart picky, dass man es im Grunde nur falschmachen kann. Verraten kann ich hier jetzt natürlich nichts weiter, da alle 3 nicht nur der deutschen Sprache in Wort und Schrift mächtig sind, sondern auch freien Zugang zum Internet haben.

Gelassen durch die Pubertät – Ja, LASS MICH!

Apropos freier Zugang zum Internet. Aktuell habe ich extrem großen Spaß an Instagram und den Interaktionen, welche ich dort via Stories und Privatnachrichten habe. Deshalb habt Ihr hier deutlich weniger zu lesen. Aber wie man das schon von mir kennt, ändert sich das sicherlich auch mal wieder. Jedenfalls habe ich drüben in der jüngsten Vergangenheit viel über Gelassene Elternschaft geschrieben. Vermutlich muss ich jetzt wieder aufpassen, dass ich nicht einer der Internet-Superpädagoginnen eine Begrifflichkeit weggeklaut habe. So wie vor 10 Jahren, als ich den Spruch „Für die Erziehung eines Kindes braucht es ein ganzes Dorf“ benutzt habe und daraufhin von Superpädagogin Y ziemlich kindisch angegangen wurde, weil sie denselben Spruch kurz zuvor auf einem Vortrag – den ich nicht gesehen habe – benutzt hatte. Immerhin bin ich seitdem auf allen Kanälen geblockt. Na ja, von der wird zumindest sicher nichts authentisches in Sachen Gelassenheit kommen. Höhöhö.

Worauf ich aber eigentlich hinauswollte: Gelassene Elternschaft. Ich erzähle also drüben, auf Instagram, von der Gelassenheit, die ich mir in 13 Jahren Elternschaft selber hart erarbeitet habe und welche Gedanken und Erlebnissen dieser Gelassenheit zugrunde liegen. Für viele LeserInnen sind das willkommene Denkanstöße, die einen Impuls geben, dieses oder jenes auch mal so oder so zu versuchen. Das freut mich riesig und ich liebe den teils kontroversen Austausch.

Wie jetzt der Bogen zu freier Zugang zum Internet zu Stande kommt? Unter anderem ging es dort in den letzten Woche um keine Medienbeschränkung für die Kinder – schon gar nicht als Strafe und kein Antreiben zu schulischem Erfolg. Wie ich feststellen musste: Beides echte Trigger-Themen für viele Eltern, bei denen meiner Erfahrung nach ein bisschen mehr Gelassenheit nicht nur dem Familienfrieden zuträglich ist, sondern auch Selbstständigkeit, Selbstwahrnehmung und Selbstregulation gefördert werden. Wen es interessiert, was ich dazu zu sagen hatte, der findet auf meinem Instagram-Profil das Story-Highlight Parenting. Wie immer alles ohne Allgemeingültigkeit und völlig subjektiv.

Raffgieriger Abgang – as you know it

So, nun habe ich Ende November doch noch einen völlig unstrukturierten und in den Themen springenden Blogbeitrag geschrieben. Wie Ihr es von mir gewohnt seid. Und weil die Meisten das ja scheinbar auch von mir erwarten, hier noch ein paar Shopping-Empfehlungen, alle natürlich mit *Affiliate-Link versehen und somit Werbung, über die ich mir dann wieder völlig gierig die Taschen voll mache und mit meiner Familie über Weihnachten dann in der Karibik am Strand liegen kann, wie in all den letzten Jahren zuvor auch! Dann brauchen wir auch keine Heizung und keinen Strom und sparen noch mehr. Geil.

Dinge, die wir im Spar-Abo haben und regelmäßig geliefert bekommen, weils so günstiger ist als im Supermarkt:

Dinge, die ich aus der Reihe gekauft habe, weil wir sie brauchten:

Soviel zu meinem übermäßigen Onlinekonsum in den letzten 2 Monaten. Hoffe ich hab damit für ausreichend Transparenz gesorgt. Weil im Internet darf man keine Sorgen bezüglich Geld oder so äußern, ohne dass einem direkt sämtliche augenscheinliche Ausgaben der letzten 3 Jahre Internetaktivität vorgehalten werden. Da, guck, fühlt sich wieder einer ertappt. Hihi.

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Pia Drießen, 1980 in Köln geboren, verheiratet und Mutter von 3 Kindern (*2009, *2010, *2012). Von Beruf freiberufliche Mediengestalterin und Bloggerin. Bloggt seit 2002 mal lauter und mal leiser. Virtuell unterwegs auf Facebook, bei Twitter und Instagram.
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5 Gedanken zu „Achtung, kann Jammer enthalten

  1. Ja Mensch, jetzt dachte ich, du hast da gerade die Rettung für mich, aber beim Schimmelreiter kommt leider nur das ePiano unter dem Link. Mein Lieblingssohn schrieb mir nämlich justament heute morgen aus dem Bus: „Ach übrigens, wir brauchen noch noch ein Buch“ „Ja welches denn?“ „Irgendwas mit Schimmelreiter“ (Kunstbanause 🙄). Geschaut, ungefähr 20 Versionen davon gefunden. „Hast du noch mehr Informationen, welche Version ihr braucht?“ „Wir haben eine IBAN Nummer bekommen.“ Kurz am Kaffee verschluckt vor lauter lachen, aber die ISBN Nummer habe ich bis jetzt noch nicht bekommen.

  2. Schön das es hier wieder etwas zu lesen gibt. Es baut ungemein auf, wenn man weiß – da ist noch jemand mit ähnlichen Sorgen und schafft‘s auch. Horrido ;-)

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