Sorgen, Handball & das beste im Leben.

Nachdem ich heute Morgen erst den Haushalt gemacht und danach noch gearbeitet habe, fiel mir erst gegen Mittag ein, dass ich ja mal so langsam etwas essen könnte. Vermutlich sind es ein paar Sorgen, die mir gerade schwer im Magen liegen, die dafür sorgen, dass ich das Essen einfach sehr oft vergesse. Ich habe dann einfach kein Hungergefühl und stopfe mir, sobald ich merke wie unterzuckert ich bin, eine Banane rein. Unterzuckert bedeutet in dem Fall, dass mir schwindelig wird und meine Hand anfangen zu zittern. Oft bin ich dann auch unkonzentriert und lasse ein und den selben Gegenstand 3 mal hintereinander fallen. Banane geht dann super, ist aber auch nichts, was ich dann mit Appetit esse.

Also habe ich mir heute mal ganz bewusst, trotz fehlendem Hunger, ein Mittagsfrühstück bereitet. Zuvor hatte ich für den grünen Mittwoch in Alex‘ Klasse noch Obst und Rohkost geschnibbelt und zur Frühstückspause in die Schule gebracht. Dort durfte ich dann zwar auch noch mitfrühstücken, aber mehr als eine handvoll Trauben und Blaubeeren wollten da auch nicht runter.

Alex fährt im Moment sehr auf diese Vitalkorn-Bagels aus dem Discounter, die man in den Toaster steckt, ab. Also hab ich mir so einen mit Kräuterfrischkäse, Putenbrust und Gurken zubereitet.

Mit einem großen Milchkaffee und zwei Kerzen hab ich mir den dann wirklich ganz bewusst schmecken lassen. Sowas muss ich nämlich ab und zu üben. Es gab mal eine Zeit, da hatte ich so großen seelischen Stress (weit vor den Kindern), da hab ich so gut wie gar nichts mehr gegessen. Einfach aus fehlendem Hungergefühl. Das war im Ergebnis nicht schön (optisch, nervlich, gesundheitlich) und da möchte ich wirklich nicht wieder hinkommen.

Also esse ich jetzt mindestens 3 Mal am Tag, zur Not auch mit Hilfe eines Weckers. Wirklich gut esse ich übrigens in Gesellschaft. Vielleicht sollte ich eine Selbsthilfegruppe Mittagessen in Leben rufen *gnihihi*

Am Nachmittag stand wieder Handballtraining auf dem Plan. Diesmal nur für die Jungs aka die Großen. Max hatte gestern ja bereits angekündigt, heute wieder ganz ohne Drama und Tamtam mitzuspielen. Und ja, er hielt sich an sein Wort. Mimi war wirklich traurig, dass sie heute nur zugucke durfte, freute sich aber über da Lob ihrer Trainerin über ihre gestrige Leistung. Hätte sie Sportschuhe dabei gehabt, hätte sie heute sogar mitmachen dürfen, aber diese lagen nun zuhause und so hab ich das Mimi gar nicht erst verraten.

Die Jungs spielten wie so oft in gegnerischen Teams. Beide bekommen es nämlich noch nicht so richtig auf die Kette, sich nicht wie zuhause zu zoffen, wenn der eine mal einen Ball verwirft oder nicht richtig fängt. Sind sie in gegnerischen Mannschaften klappt es hingegen problemlos. Da die Trainerin ebenfalls zwei Söhne hat – allerdings schön große – hat sie da wirklich ein super Händchen für.

Heute wurde mir dann auch mal wieder bewusst, wie viel die Jungs, insbesondere Max, in den letzten 1 ½ Jahren gelernt haben. Das Spiel ist strukturierter, schneller, härter. Heute fiel Alex bei einem Spielzeug auf Max drauf und landete sehr unsanft auf dessen Knie. Alex entschuldigte sich sofort, sichtlich erschrocken über die Heftigkeit seines Sturzes, Max schrie auf … es wurde kurz gekühlt und dann ging es wieder weiter. Vor einem Jahr hätte sich das zu einem ausgewachsenen Drama entwickelt. Heute ist es halt Handball. Gehört dazu.

Auf dem Heimweg erinnerte Max mich daran, dass er uns doch gerne mal einen Smoothie machen wollte. Ich weiß nicht wieso, aber den Wunsch äußerte er die letzten Tage schon häufiger. Heute habe ich es dann endlich geschafft die gefrorenen Erdbeeren zu kaufen, die er für sein Rezept brauchte. Rezept bedeutet hier Bananen, Erdbeeren und Orangensaft.

Das hat er sich selber so ausgedacht und ich muss sagen, das schmeckte wirklich hervorragend. Mimi trank gleich 3 Gläser, nur Alex störte sich etwas an der Konsitenz. Die Körner der Erdbeeren, you know? Das ist wie mit Himbeeren. Die isst er auch nicht wegen der Pickelchen. Als Kind aß ich sie aus den selben Gründen nicht. Sohn seiner Mutter.

So bekam ich heute dann noch eine extra Portion Obst zum Abend. So fürsorglich, die Keinen ;)

Heute Nachmittag dachte ich noch so bei mir: die Kinder sind das allerbeste, was mir bislang passiert ist. Isso. Alles wird gut.

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Pia Drießen, 1980 in Köln geboren, verheiratet und Mutter von 3 Kindern (*2009, *2010, *2012). Von Beruf freiberufliche Autorin und Bloggerin. Bloggt seit 2002 mal lauter und mal leiser. Virtuell unterwegs auf Facebook, bei Twitter, Pinterest und auf Google+
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13 Gedanken zu „Sorgen, Handball & das beste im Leben.

  1. Das mit dem seelischen Stress und dem fehlenden Hungergefühl habe ich vor über zwei Jahren kennengelernt und kämpfe heute noch mit den Folgen. Toll, wie du dir jetzt bewusst Zeit nimmst fürs Essen.

    1. Ich gestehe die privaten Blogartikel oft auf Grund der späten Stunde, zu denen ich sie schreibe, nicht wirklich gründlich Korrektur zu lesen. Das mag man mir nachsehen, immerhin verdiene ich damit auch kein Geld. Aber sie dürfen die Artikel gerne alle ebenso kostenlos lektorieren, wenn Ihnen danach ist. ;)

  2. Ich meld mich dann zur Selbsthilfegruppe XD

    Man sieht es mir null an, aber ich bin auch eine schlechte Esserin. Oft fällt mir dann so gegen 17/18 Uhr oder 20 Uhr auf, dass ich noch nichts gegessen habe. Gerade, wenn ich alleine bin. Der Zwerg ißt in der Schule und Schatz ist gegen 17/18 bzw 20 Uhr zuhause, erst dann esse ich dann…

    Kp warum. Ist einfach so.

    HEY wir machen nun alle ein gemeinsames Online „Wie frühstücken“ „Wir essen zu Mittag“ Date :D

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