Zurück im Alltagsbusiness

Ja, ja, geben Sie es ruhig zu! Sie haben doch gedacht, das war jetzt so ein Neujahrsschluckauf und jetzt isse wieder in der Versenkung verschwunden. Aber nix da. Gestern war ich, wie hier auch angekündigt, auf Twitch live am Start und beides, Livestreamen und Bloggen, geht halt nicht. Wobei ich könnte livestreamen wie ich blogge, prophezeie aber mal, dass das todlangweilig für den geneigten Zuschauer wäre.

Da ich ja weiß, dass viele von Ihnen mit Livestreaming nichts anfangen können oder wollen, die Highlights des gestrigen Tage hier noch mal in Kurzfassung:

Mittelkind schlief erst gegen 1 Uhr in meinem Bett ein. Zumindest hat er mich um 1 Uhr das letzte Mal geweckt, um mir mitzuteilen, dass das Hörbuch ausgegangen sei. Demzufolge musste ich ihn gestern mit größter Anstrengung aus dem Bett puhlen, anziehen, füttern und Zähne putzen, bevor er dann wieder auf dem Sofa einschlief. Auf dem Weg zur Schule stellte er dann mit Entsetzen fest, dass ja nicht Montag, sondern Dienstag ist und er somit 6 statt nur 4 Stunden hat. Die Begeisterung können Sie sich kaum vorstellen.

Kurz nach Mittag ließ das Grätenkind anrufen, ob es früher aus der Nachmittagsbetreuung nach Hause kommen könnte, weil es Schmerzen hätte.

Eine Stunde später saßen wir dann beim Arzt und konnten nach kurzer Wartezeit mit Cranberry-Kapseln und einem Rezept für Antibiotika schon wieder von Dannen ziehen.

Die Brüder waren am Nachmittag dann beim ersten KungFu Training des neues Jahres, während die Gräte sich zuhause ihren Hausaufgaben widmete. Sie ist mit Abstand das Kind, das am selbstständigsten und am selbstverständlichsten ihr Hausaufgaben organisiert und dann so weg arbeitet. Stellen Sie sich vor, wir hätten nach 2 Kindern einfach aufgehört. Ich würde niemandem da draußen glauben, dass es solche Kinder tatsächlich auch gibt *mihihi*.

Heute hatte das Mittelkind dann einen Arzttermin in Bonn, was das Grätenkind das erste Mal in den Genuss brachte, mit dem Auto zur Schule gefahren zu werden. Immerhin kamen wir ohnehin an dieser vorbei und so musste sie nicht ganz alleine im Dunkeln los marschieren.

Ich vertrieb mir die Wartezeit in Bonn mit kurzweiligen Handyspielchen (Level 3078 in Gardenscapes beweist, wie viel Zeit ich in den letzten 5 Jahren in irgendwelchen Wartezimmern verbracht habe) und meinem Hörbuch.

Im Anschluss fuhren wir dann weiter nach Troisdorf, weil das Kind inzwischen wieder einem Schäfchen glich und eine ordentliche Neujahrsschur nötig war.

Und wie das immer so ist: im Auto konnte mir das Kind explizit und im Detail erklären, wie es die Haare gerne geschnitten hätte. Auf dem Frisörstuhl sitzend kam dann nur noch ein Schulterzucken und ein trockenes “Wie immer!” Gut, dass Jürgen das Kind von Geburt an kennt und der ja auch in den vergangenen 7 Jahren, in denen er selbstbestimmt Wünsche äußert darf, nie seine Meinung geändert hat (Ja, das war Ironie!)

Es wurde dann doch noch ein Konsens gefunden, mit dem Jürgen arbeiten konnte und das Kind war mit dem Ergebnis sogar zufrieden. Halleluja!

Das große Kind kam recht gut gelaunt aus seinem ersten Schultag nach Hause, hatte viel zu erzählen und die Planung für den Rest der Woche zu besprechen. Dieses Kind ist ja gerne und immer sehr durchstrukturiert und ja, ich hab keine Ahnung vorher er das hat (Hups, schon wieder Ironie).

Mittagessen, etwa eine Stunde Hausaufgaben (Englisch, Latein, Erdkunde) und dann endlich Freizeit.

Das Gööörl brachte ihre beste Freundin mit nach Hause, mit der sie dann in ihrem Zimmer verschwand. Die Jungs spielen irgendein Spiel, zudem es scheinbar auch gehört, sich anzubrüllen (“Stop! Schneller! Spring, SPRING, SPRING!!!!” – “Boah, Du bis son Noob!” – “Digga, das ist mein Lichtschwert!” – “ICH WILL R2SD2 SEIN!!!” – “Du warst eben schon R2D2. Sei jetzt halt mal Padme, Bro!”).

Ich räumte derweil die Spülmaschine aus und wieder ein, setzte eine Waschmaschine an und ging ein weiteres Mal mit dem Gedanken “Morgen! Morgen schmücken wir das Ding ab!” am Weihnachtsbaum vorbei.

Um 20 Uhr waren die Kinder pünktlich im Bett. Seit 20.30 Uhr bohrt der Nachbar – völlig unironisch – Löcher in seine Wände.

Stark.

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Pia Drießen, 1980 in Köln geboren, verheiratet und Mutter von 3 Kindern (*2009, *2010, *2012). Von Beruf freiberufliche Autorin und Bloggerin. Bloggt seit 2002 mal lauter und mal leiser. Virtuell unterwegs auf Facebook, bei Twitter, Pinterest und auf Google+
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4 Gedanken zu „Zurück im Alltagsbusiness

  1. Och, bei uns werden auch an Weihnachten Bilder an die Wand genagelt… die Nachbarn kennen da nix.
    Mein Spiel für alle Wartezeiten ist Candy Crush…

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