Stay at home-Tagebuch Tag 21

Hallo! Hallo Sie. Eigentlich habe ich bis vor einer Stunde noch nicht wirklich gewusst, was ich hier vom heutigen Tag erzählen soll, aber dann waren wir auf dem Feld und hach, ja, jetzt bin ich motiviert und gutlaunig. So eine Feld-Runde darf man wirklich nicht unterschätzen.

Heute habe ich wirklich – also wirklich wirklich – ausgeschlafen. Um 10:30 Uhr hat mich das große Kind geweckt und verkündet, dass es bereits Frühstück gemacht hat. So dürfen Sonntage beginnen.

Nach dem Frühstück haben die Kinder mal wieder das Trampolin unsicher gemacht. Eigentlich hätte es dieses Frühjahr ein Neues geben sollen, da unseres nach 5 Jahren sehr abgerockt ist. Aber: Ihr habt alle Trampoline im ganzen Land aufgekauft. ES gibt einfach nirgends mehr Trampoline, die unseren Anforderungen ( Sicherheit, Größe, Ausstattung, Preis) entsprechen. Vielleicht sollte ich einfach direkt zum Pool übergehen, weil wenn wir noch weitere Wochen Hausarrest haben, werden die vermutlich spätestens nach den Osterferien auch ausverkauft sein.

Ansonsten hab ich heute viel Zeit im Badezimmer und an der Nähmaschine verbracht. Erstmal die wöchentliche Haarkur ins Haar gepappt und dann drei weitere Mund-Nase-Dingens für die Kinder genäht.

Tatsächlich habe ich jetzt eine Anleitung gefunden, die den Kindern gut passt, vernünftig sitzt und die sie auch bequem finden. Zudem sind die noch wirklich simpel zu nähen:

Vielleicht geben sich die drei morgen auch mal für ein Foto her. Ich werde mir jedenfalls selber auch noch eine nach dieser Anleitung nähen. Statt Gummis habe ich außerdem Jerseybänder verwendet, weil die deutlich bequemer an den Ohren sind.

Dann wieder ab ins Badezimmer, die Haare ausgewaschen, geknetet, Leave-in rein und angeföhnt. Und schon war es wieder Zeit zum Essen. Sagte ich schon, dass die Zeit momentan gefühlt vor mir weg rennt? Empfindet das irgendjemand anders so?

Zu Essen gab es heute jedenfalls süße Palatschinken mit Banane und Nutella. Der Mittlere war etwas über die Banane entrüstet, aber die mussten halt weg. Gegessen hat er ihn dann trotzdem laut schmatzend.

Nach dem Essen brechen wir ja normalerweise zu unserer Feld-Runde auf, nur waren wir heute alle so vollgefressen, dass sich niemand wirklich aufraffen konnte. Okay, dann lassen wir die Runde heute einfach ausfallen.

Und dann saß ich hier so rum, hab ein bisschen im Internet gesurft, meinen Curly Girl-Insta-Account mit Zeug gefüttert und aus dem Fenster geschaut. So eine toller blauer Himmel. So viel Sonne.

Ich stellte mich kurzerhand in den Flur, brüllte, dass ich jetzt doch aufs Feld will und hatte 5 Minuten später immerhin einen Begleiter. Aufs große Kind ist eigentlich immer Verlass.

Das Foto vom Großen gefällt mir so gut, dass ich mich fast schon ärgere, dass ich meinen Kopf da mit ins Bild gehalten habe. Stellt es Euch einfach ohne mich vor.

Natürlich wollte das große Kind auch gerne wieder einen kleinen Livestream vom Feld starten und so tat ich ihm diesen Gefallen. Wir lachten und machten Späßchen und das Kind freute sich.

Als wir wieder zuhause waren fragte das Kind, wieso denn heute nur so wenige Leute im Stream gewesen wären. Ich erkläre mir das mit der Uhrzeit, dem Überangebot an Livestreams und unseren nicht sehr hoch-qualitativen Content. Tatsächlich musste ich dann aber feststellen, dass ich einfach im falschen Account eingeloggt war und mir da natürlich überwiegend Englisch-sprachige Leute folgen. Facepalm deluxe. Morgen dann wieder auf dem richtigen Profil.

Dieses Foto muss ich jetzt noch auf Ansage des Sohnes mit Euch teilen, damit ihr alle meine super Hose seht. Das ist meine Sonntags-Hose und ja, ich bin so raus gegangen. Und nen BH hatte ich auch nicht an. So!

Quelle: coronazaehler.de, 05.04.2020

Ich muss ehrlich sagen: dieser Sonntag war entspannt. Ich hab die meiste Zeit gar nicht an diese Corona-Sache gedacht und auch nur einmal Nachrichten gehört. Selbst beim Nähen der Mund-Nase-Dingens hab ich gar nicht groß darüber nachgedacht, warum ich die eigentlich nähe. Das hat gut getan und so ein bisschen Normalität vorgegaukelt.

Morgen dann eine neue Woche. Woche 4 der Stay at home-Zeit beginnt. Wir bekommen alle ein wenig Routine in diesem Social Distancing-Ding und ich weiß nicht, ob ich das gut oder schlecht finden soll. Auf jeden Fall muss ich morgen einkaufen. Über meine Lust dazu lasse ich mich jetzt ausnahmsweise mal nicht aus. Ihr könnt es euch ohnehin denken.

Und was darf auch am Sonntag zum Schluss nicht fehlen? Genau! Der zaubernde Schulleiter, der auch definitiv ein komödiantisches Talent hat.

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Pia Drießen, 1980 in Köln geboren, verheiratet und Mutter von 3 Kindern (*2009, *2010, *2012). Von Beruf freiberufliche Autorin und Bloggerin. Bloggt seit 2002 mal lauter und mal leiser. Virtuell unterwegs auf Facebook, bei Twitter, Pinterest und auf Google+
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13 Gedanken zu „Stay at home-Tagebuch Tag 21

  1. Um mich auch mal hier zu melden: Danke für deine inzwischen wieder täglichen Berichte. Ich freue mich schon jeden Abend darauf zu sehen das es noch mehr so perfekte Menschen wie mich gibt,. die sich in diese eindeutig seltsame Situation reinwurschteln müssen

    Ganz viel Liebe aus Berlin <3

  2. Guten Abend, auch ich wollte mich bedanken,freue mich auch immer über neue Berichte im Blog. Habe soeben entschieden jetzt mal auf die curly Seite zu schauen,vielleicht catched es mich nochmal…VG Kim

  3. Die Hose ist doch super, warum sollte man mit der nicht rausgehen? Und natürlich rast die Zeit. Man steht ja dauernd in der Küche und die muss auch wieder aufgeräumt werden. Nicht, dass wir nicht auch sonst jeden Tag kochen würden, aber im Moment habe ich das Gefühl, nach dem Kochen ist vor dem Kochen.

  4. Jeden Morgen freue ich mich über diese schönen Beiträge, herzlichen Dank. Und jeden Abend nach dem Vorlesen gucken wir mit unseren kleinen Jungs, 3 und 5 Jahre alt, das Zaubervideo. Das bereitet alle sehr viel Freude.
    CurlyGirl ist Dank Ihnen wieder aktuell, ich habe schon immer wellige Haare, die konsequent glatt geföhnt wurden. Jetzt nutze ich Stay@home auch für die Lockenpflege, sie werden immer besser.
    Viele Grüße
    Lisa

  5. Yeah wie schrieb meine Schwester mir letztens? “We are locked at home but finally our boobs are free” In diesem Sinne, ich finde hier täglich postive Seiten an dieser Situation und das morgendliche Aufstehen und nur anziehen was bequem ist gehört definitv dazu.

  6. Ich finde ihre Einträge kein bisschen langweilig und freue mich jeden Tag darauf. Ein wenig “Alltag” in diesen Zeiten tut unheimlich gut.

  7. Liebe Pia, vielen Dank für die nette Ablenkung jeden Abend! Und besonderen Dank für die Verlinkungen der Maskenanleitung. Ich war erschlagen von der Fülle der Anleitungen im Netz, jetzt habe ich in einem Rutsch nach deiner Empfehlung vier Stück genäht und bin sehr zufrieden mit der Passform! Lieben Dank, viele Grüße und bleibt gesund! Karen

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