Mein Jahresrückblick 2020

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Und nun, meine Damen und Herren, kommen wir zum obligatorischen Jahresrückblick, vor dem es mir kein Jahr so sehr graute, wie in diesem. Kann ich rückwirkend überhaupt irgendetwas Gutes an 2020 finden? Wir werden sehen …

1. Ganz grob auf einer Skala von 1 bis 10: Wie war Dein Jahr?
Da fängt es schon an. Ich neige ja immer zu Optimismus und kann die schlechten Dinge gut ausblenden. So richtig schlecht ging es uns 2020 nicht wirklich. Aber der Mann war in 2020 bis Mai im Auslandseinsatz und natürlich die für 2020 üblichen Sorgen wegen Corona: Gesundheit, Distanzbeschulung, wirtschaftliche Einbußen. Ich gebe dem Jahr eine 5, weil wir uns trotzdem gut geschlagen und alle gesund geblieben sind.

2. Zugenommen oder abgenommen?
Diese Frage am Ende des Jahres zu stellen ist auch nach wie vor völlig dämlich, aber nun gut: in den letzten 3 Wochen vermutlich zugenommen. Ich habe es da mit meinem Vater gehalten und das Ende des Jahres mit leckerem Essen in rauen Mengen gefeiert.

3. Haare länger oder kürzer?
Kürzer. Irgendwann Mitte des Jahres habe ich mir die Haare auf Schulterblattlänge abschneiden und das erste Mal richtig durchstufen lassen. Ihr erinnert Euch vielleicht: Curly Girl Methode und so. Habe es noch keinen Tag bereut.

4. Kurzsichtiger oder weitsichtiger?
Die Frage ist so langweilig. Keine Ahnung. Vermutlich etwas weitsichtiger? Meine Brille trage ich immer noch nicht. Reusper.

5. Mehr Kohle oder weniger?
Weniger. Nachdem ein paar sehr wichtige Reparaturen am und ums Haus erledigt wurden und die Auftragslage bei mir eher mau war, hoffe ich wirklich auf ein besseres 2021. Da dürft Ihr gerne die Daumen drücken.

6. Besseren Job oder schlechteren?
Hier hat sich nichts geändert. Nach wie vor liebe ich meine Arbeit und war in 2020 auch froh um meine Flexibilität, die im Corona-Jahr mit 3 Schulkindern Fluch und Segen zugleich war.

7. Mehr ausgegeben oder weniger?
Beantwortet Frage 5 schon. Mehr ausgegeben, da wie gesagt am Haus einiges zu tun war. Grundsätzlich aber deutlich weniger Dinge gekauft oder angeschafft.

8. Dieses Jahr etwas gewonnen und wenn, was?
Wenn ich jetzt Erfahrung schreibe, gewinne ich den Floskel-Award 2020, oder? Nein, gewonnen im klassischen Sinne, habe ich nichts.

9. Mehr bewegt oder weniger?
Definitiv mehr. Unzählige Feldrunden, um in Lockdown-Zeiten überhaupt mal vor die Tür zu kommen, werten meine Bewegungsbilanz für dieses Jahr deutlich auf.

10. Anzahl der Erkrankungen dieses Jahr?
Der einzige Tag im Jahr, an dem ich mich traue das laut und deutlich auszusprechen: Keine! Abgesehen von Bauchschmerzen oder mal ein bisschen Schnupfen waren wir alle in 2020 gesund und munter. Vermutlich hat man sich das auch in keinem Jahr so sehr gewünscht, wie in diesem.

11. Davon war für Dich die Schlimmste?
Nichts. Einfach gar nicht. Zum Glück!

12. Der hirnrissigste Plan?
Bei der Frage bin ich wirklich ein Langweiler. Ich habe wirklich selten hirnrissige Pläne. In der Regel komme ich immer irgendwie am Ziel an.

13. Die gefährlichste Unternehmung?
Zählt Einkaufen in 2020? Tatsächlich hatte ich ein paar Tage nach jedem Einkauf laut Corona Warn App immer ein paar geringe Risikobegegnungen. Ansonsten bin ich mal einen Hügel runter gekugelt und hatte danach mehrere Stunden Drehschwindel. Leben am Limit *gnihihi*

14. Die teuerste Anschaffung?
Nachdem mir im Mai mein Laptop unrettbar abgeraucht war, musste ich einen neuen anschaffen. Ohne Laptop kann ich nämlich gar nicht mehr arbeiten und das ist bei einer ohnehin schwierigen Auftragslage dann nochmal das Tüpfelchen auf dem i.

15. Das leckerste Essen?
Die Burger und Chili-Cheese-Fries, die wir im 1. Lockdown an einem Street Food Wagen geholt haben. Die waren einfach fantastisch!

16. Das beeindruckendste Buch?
Meine Hörbuch-Bibliothek ist in 2020 wieder ordentlich gewachsen. Mein liebstes Hörbuch aus 2020 wird Euch dennoch sehr überraschen. Es war nämlich die Biografie von YouTuber Montana Black – Vom Junkie zum YouTuber*, der in 2020 nicht nur einmal wegen seiner sexistischen Äußerungen negativ aufgefallen ist. Man kann über den Herren denken was man will, aber seine Geschichte ist sehr schockierend, berührend und unglaublich gut erzählt.

17. Der ergreifendste Film?
Ich möchte die Frage ein bisschen umstricken, weil mir wirklich gar kein Film einfällt, der irgendwie in tiefgreifender Erinnerung geblieben wäre. Aber die Serie, die mir mit Abstand am meisten Spaß gemacht hat, war definitiv Emily in Paris (Netflix).

18. Das beste Album?
Da ich eigentlich gar keine Alben mehr höre, sondern nur einzelne Lieder und Playlists, ist auch diese Frage schwer zu beantworten. Meine Deezer Toplist ist natürlich zersetzt von Songs und Hörspielen, welche die Kinder gehört haben. Demnach war eins der Lieblingslieder eines Kindes Girls von Marcus & Martinus. Ihr dürft gerne mal raten.

19. Das schönste Konzert?
Stellt Euch hier einfach einen Schnuten-Smily vor. Nein, keine Konzerte in 2020.

20. Die meiste Zeit verbracht mit?
Den Kindern, den Kindern und den Kindern. Überraschenderweise will ich sie immer noch nicht aussetzen oder verschenken. Ich hab die Zeit wirklich genossen. Trotz beginnender Pubertät, Lockdown, ständigem aufeinander Hocken. Ich liebe es einfach ihren Gedanken zu folgen, jeden Tag ein bisschen mehr in und an ihnen zu entdecken und von ihnen zu lernen.

21. Die schönste Zeit verbracht mit?
Auch den Kindern, logisch oder? Besonders schön waren aber die Tage, an denen der Mann wieder da war oder Urlaub hatte und wir 5 einfach zuhause sein konnten. Kaum jemand versteht und teilt meinen Humor so sehr wie der Mann. Die Bälle, die wir uns zuspielen, das dreckige Lachen über und miteinander. Das hat wir Anfang des Jahres unfassbar gefehlt.

22. Zum ersten Mal getan?
Eine Grippeschutzimpfung erhalten. Dieses völlig ignorante “Mir wird schon nix passieren” Denken hat sich in 2020 wirklich vollends zersetzt. Also habe auch ich mir dieses Jahr erstmalig gegen Grippe impfen lassen.

23. Nach langer Zeit wieder getan?
Primfaktorzerlegung. Experimente mit Haaren. Einen neuen Menschen als Freund bezeichnet.

24. Dinge, auf die ich gut hätte verzichten können?
Charlie. Oscar. Romeo. Oscar. November. Alpha. Beep. Ende.

25. Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?
Riesen Engagement und bestmöglicher Umgang mit Krise. Das war Anfang des Jahres. Hab es dann allerdings dran gegeben, weil manche Menschen einfach nur mosern wollen und immer irgendwas suchen, an dem sie sich reiben können. War zeitweise echt uebel, schlug bei mir dann aber zum Glück rechtzeitig in Leck mich am Arsch um.

26. Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?
Ja, puh, ehm. Ich weiß es gar nicht. Hoffe einfach, alle Beschenkten konnten sich ein wenig freuen.

27. Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?
Die Noise Cancelling Kopfhörer*, die ich zu meinem 40. Geburtstag geschenkt bekam. Ich lieb sie so sehr.

28. Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?
Das kann ich Euch leider nicht verraten. Aber es war etwas sehr Nettes.

29. Der schönste Satz, den ich zu jemandem gesagt habe?
Das liegt ja immer im persönlichem Empfinden jedes einzelnen. Ich denke und hoffe, es war etwas Wertschätzendes wie Lob, Dank oder Anerkennung.

30. Dein Wort des Jahres?
Krisenteam

31. Dein Unwort des Jahres?
Distanzbeschulung

32. Dein(e) Lieblingsblog(s) des Jahres?
Ich lese Blogs nur noch sehr sporadisch. Meist von Menschen, die ich persönlich kenne und sehr mag.

33. Vorsätze fürs neue Jahr
Ich starte tatsächlich ganz ohne Vorsätze ins neue Jahr, habe aber ein paar Dinge auf meiner To-Do-Liste. Das mit den langfristigen Plänen schiebe ich erstmal auf, bis wir diese unsägliche Pandemie im Griff haben.

34. Zum Vergleich: Verlinke Deine Rückblicke der vorigen Jahre!

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An dieser Stelle, wie jedes Jahr, möchte ich Euch von ganzem Herzen für Eure Unterstützung und Treue danken. Nach dem fast täglichen Corona-Tagebuch am Anfang des Jahres bin ich in ein tiefes Blog-Loch gefallen und war hier wochenlang völlig verschwunden. Ihr habt mir das aber nicht übel genommen, seid trotzdem wieder gekommen und schreibt weiterhin freundliche, lustige und supportive Kommentare.

Für das kommende Jahr wünsche ich mir wieder diese Unbeschwertheit beim Bloggen, wie ich sie gegen Endes des Jahres wiedergefunden habe. Und natürlich auch, dass Ihr weiterhin vorbei kommt und ein Stück mitgeht.

Liebe Grüße und kommt gut ins neue Jahr!

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Pia Drießen, 1980 in Köln geboren, verheiratet und Mutter von 3 Kindern (*2009, *2010, *2012). Von Beruf freiberufliche Autorin und Bloggerin. Bloggt seit 2002 mal lauter und mal leiser. Virtuell unterwegs auf Facebook, bei Twitter, Pinterest und auf Google+
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4 Gedanken zu „Mein Jahresrückblick 2020

  1. Sehr gerne bleibe ich auch im nächsten Jahr treue Leserin. Ich mag deine Art zu schreiben und deine Sicht auf die Dinge.
    Kommt gut in 2021 an! Es kann nur wieder besser werden.
    LG von TAC

  2. Ich glaube, ich war noch nie so froh, dass ein Jahr zu Ende geht und ein neues in den Startlöchern steht. Eigentlich liebe ich den Winter sehr (viiieeel mehr als den Sommer!), aber in diesen Zeiten hoffe ich auf die Impfung und das irgendwann bessere Wetter mit mehr draussen sein, dass die Zahlen sinken und wir wieder ein Stückchen Normalität zurückbekommen. Auf jeden Fall bin ich gespannt, wie es 2021 bei Ihnen weitergeht und wünsche Ihnen und Ihrer Familie einen guten Rutsch und alles Gute für 2021. Achten Sie auf sich und bleiben Sie gesund, das ist schon die halbe Miete. 🍀🍾🎉🎊
    Alles Liebe
    Dorothe

  3. Ich bin jetzt tatsächlich ein kleines bisschen enttäuscht, dass das schönste Geschenk nicht die Maus vom Herrn Katz ist. ;)
    Alles Gute für 2021!

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