Jagdschein, nichtsolaut & Dosen

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Ich bin jetzt ja kein Mensch, der seine Karnevalssession minutiös durchplant und im Vorfeld 15 Termine zum Feiern in den Kalender schreibt. Eigentlich bin ich sogar eher die, in der erst an Weiberfastnacht der Funken Karneval zündet, den mir die Domnähe bei meiner Geburt scheinbar mitgegeben hat.

Und trotzdem war ich gestern schon wieder Karneval feiern. Warum? Weil die Party vor zwei Wochen mit meiner liebsten Steffi so viel Spaß gemacht hat. Weil ich daraufhin von mehreren Leuten angesprochen wurde, ob ich Samstag denn wieder am Start sei. Weil eine andere Freundin da sein und sich freuen würde, wenn wir uns da sehen.

Schwups, warfen Steffi und ich uns also gestern Nachmittag wieder ins Reh-Gewand (Geweih*, Blumenkranz* und Cardigan* von Amazon. Never change a running system!) und gingen auf die Foyerparty, die im Anschluss an die Mädchensitzung im örtlichen Gymnasium stattfand.

Natürlich waren wir diesmal für alle Zubereitungstipps von Reh schon im Vorfeld gewappnet. Und doch wurde ich wieder überrascht, zu welchen Kommentaren ein Reh-Kostüm die Menschen so hinreißt.

„Hey Bambi, wegen dir mache ich meinen Jagdschein!“ (Ja, ich weiß, dass es deinetwegen heißt. Nein, hat er nicht gesagt. Ja, es gibt Zeugen.)

„Rooooar, morgen gibt’s Rehrücken!“

„Na Schätzchen, gibt’s morgen Rehkeule?“ (Der kam überraschend von einer Frau.)

So sehr ich dieses Kostüm von seiner optischen und praktischen (bequem, bekleidet) Seite mag, so sehr verwundert mich doch der hohe Rückmeldungsfaktor und ja, das war teilweise schon unangenehm bis nervig.

Nächstes Jahr gehe ich dann vielleicht eher als Goldfisch. Die kann man allgemein hin ja nicht verspeisen. Aber vermutlich will dann jemand seinen Angelschein machen. Vielleicht doch einfach irgendwas … hm … nicht lebendiges?

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Weil es gestern eher spät als früh und der ein oder andere Schuss getrunken wurde, war ich heute Chef im Team #nichtsolaut und #nichtsohell. Also ein Kater, aber ohne Fell und Schwanz.

Nach einem starken Kaffee und einem Marmeladentoast saß/lag ich den größten Teil des Tages auf dem Sofa rum.

Die Kinder kamen abwechselnd vorbei, zeigten mir Dinge, erzählten mir was, krabbelten mir den Rücken und gemeinsam schauten wir das aktuelle Sallys Welt Video, in dem sie eine Ohnezahn-Torte bäckt.

Im Grunde habe ich heute somit nicht viel getan, außer mit meinen Kindern zu kuscheln. Also so ganz bewusst und intensiv und das sogar mit allen Dreien für mindestens je eine halbe Stunde. Am helllichten Tag und ohne dass einer krank gewesen wäre. Voll toll sowas.

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Am Nachmittag lernte ich dann mit Max noch Englischvokabeln in seinem Zimmer, wo wir uns kleine lustige Eselsbrücken für einzelne Vokabeln ausdachten.

So kann er sich zum Beispiel die Bedeutung von tummy am besten merken, in dem er es mehrfach schnell hintereinander sagt und sich dabei über den Bauch reibt. Es erinnert ihn dann nämlich an ein jammi und – nun ja – da ist der Gedankensprung zu Bauch nicht weit.

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Zu Essen gab es Erbsen- und Tomatencremesuppe aus der DOSE. Echt wahr, sowas haben wir nämlich für Notfälle oder mussschnelleralsschnellgehen immer im Vorratsregal. Gut, ich würde da jetzt heute nicht unbedingt von einen Notfall sprechen, aber … wir hatten einfach keine Lust zu kochen. Punkt.

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Die Jungs badeten noch und die Dringlichkeit eines Frisörbesuchs lässt sich bei beiden nicht mehr leugnen. Gut, dass der werte Haus und Hof Friseur jüngst aus dem Urlaub heimkehrte. Muss also diese Woche irgendwie in die Wochenplanung geschoben werden, die eh schon gut gefüllt ist.

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Ansonsten bin ich froh wenn ich gleich schlafen gehen darf. Ich plane nämlich am morgigen Montag wieder topfit und hellwach zu sein. Na, sind Sie auch so gespannt wie ich, ob sich das in die Realität umsetzen lässt?

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Und falls Sie danach fragen wollten: diesen höchst albernen Einhornkatzen-Onesie habe ich vor Ewigkeiten mal bei H&M gekauft. Er sitzt wie ein Kartoffelsack und ist bequem wie eine leichte Bettdecke, in die man den ganzen Tag, wo man geht und steht, eingewickelt ist.

Es wurde keine Werbung für erkennbare oder genannte Marken beauftragt.

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Pia Drießen, 1980 in Köln geboren, verheiratet und Mutter von 3 Kindern (*2009, *2010, *2012). Von Beruf freiberufliche Autorin und Bloggerin. Bloggt seit 2002 mal lauter und mal leiser. Virtuell unterwegs auf Facebook, bei Twitter, Pinterest und auf Google+
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